Rezeptsammlung Curry - Rezept-Nr. 80

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Curry, Garam Masala, Einige Infos

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Zutaten

    Curry
    Garam masala
    Kurriel
    Kadhi
    Karry
    Kari

   KOMPILIERT VON RENE GAGNAU
    -- u.a. von Katia Schär
 

Zubereitung

Curry ist eine Mischung aus vielen Gewürzen, die Zusammensetzung ist sehr variabel und bleibt oft ein Geheimnis.
 
Der Name Curry leite sich vom tamilischen Wort Kurriel, der Bezeichnung für ein stark gewürztes Fischgericht, ab, erzählen die einen. Eine andere Legende besagt, Curry komme von Kadhi, einer scharfen Würzsauce. Die Engländer konnten die Konsonanten-Kombination dh nur schwer aussprechen und änderten das Wort in Karry oder eben Curry.
 
Andere behaupten, der Name Curry sei aus einem Missverständnis entstanden: Kari bedeutete in einer der vielen Sprachen und Dialekten Indiens scharf, und die einheimischen Köche hätten die Kolonialherren auf die Scharfe der Sauce aufmerksam machen wollen. Die englischen Sahibs jedoch meinten, Kari sei der Name der Speise, die ihnen serviert wurde.
 
So wenig es eine historische belegte Herkunft des Namens Curry gibt, so wenig gibt es eine klar definierte Zusammensetzung jener Gewürzmischung, welche die Inder masala, Mischung nennen. Je nach Region, je nach Gericht, das mit masala gewürzt werden soll, finden sich andere Gewürze im Topf. Mindestens zwölf Gewürze gehören in ein masala.
 
Zu den Standardgewürzen, die sehr oft verwendet werden, gehört Kurkuma (Gelbwurz), für die typisch gelbe Farbe verantwortlich. Beinahe unabdingbar sind Koriander, Kardamom, Ingwer, Kreuzkümmel, Zimt und Nelken. Keines dieser Gewürze ist sehr scharf, und auch ein Curry-Gericht musst nicht immer im Gaumen brennen. Im Gegenteil sogar bei den Tamilen: sie lieben es, ihre Curries mit Kokosmilch zu verfeinern, und so in ein mildes, wenngleich würziges Gericht zu verwandeln.
 
Generell gilt jedoch, je heisser die Gegend, umso schärfer das Essen. Da gerade in Madras die Speisen äusserst pikant gewürzt werden, nannten die westlichen Gewürzimporteure das schärfere der erhältlichen gelben Pulver Madras Curry.
 
Hin und wieder schlecht sich auch ein Curryblatt in ein Rezept ein. Curryblätter stammen vom Currybaum und sind ein Hauptgewürz des tamilischen Kurriel, das wohl deswegen zu diesem Namen kam. Curryblätter werden vor allem wegen ihrer verdauungsfördernden Wirkung verwendet.
 
In Indien wurde die Bezeichnung Curry nicht übernommen, das gelbe Pulver wird garam masala - warme Mischung -genannt. Neben garam masala werden zahlreiche andere masala verkauft, für Fisch, für Lamm, für Huhn, für Gemüse, für Meeresfrüchte, usw., deren Rezeptur meist geheim bleibt. Die masala-Fabrikanten geben wohl die Zusammensetzung des Gewürzpulvers bekannt, nicht aber die Mengenverhältnisse.
 
,AT Rene Gagnaux ,D 17.01.2001 ,NI ** ,NO Gepostet von: Rene Gagnaux ,NO EMail: r.gagnaux@tic.ch
:Erfasser : TAMKAT
:Datum : 19.10.2004

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