Rezeptsammlung Curry - Rezept-Nr. 88

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Curry auf Sindhi-Art, Sindhi Besan Ka Curry

( 6 Portionen )

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Zutaten

1 1/2 Teel. Tamarinde
125 ml  ; Wasser (1) zum Einweichen
    -- aufheben
6   Kokum; Baumfrucht
125 ml  ; Wasser (2) zum Einweichen
3 mittl. Kartoffeln
1 klein. Moehre
12   Okras; anpassen
6   Gruene Chilischoten
4   Baby-Auberginen
150 Gramm  Yamswurzel
75 ml  Oel; davon
4 Essl. - Oel (1)
1 Essl. - Oel (2)
1 Teel. Bockshornkleesamen
1 Teel. Kreuzkuemmelsamen
2 Teel. Frischer Ingwer; feingehackt
12   Curryblaetter; anpassen
1/4 Teel. Asant
75 Gramm  Kichererbsenmehl
    -- ODER
    -- Vollweizenmehl
1 Teel. Rotes Chilipulver
1 Teel. Gemahlene Gelbwurz
2 Ltr. ; heisses Wasser (3)
15   Gruene Bohnen; anpassen
    ; Salz
1 Teel. Zucker; gehaeufter ts
8   Minzeblaetter
1 Essl. Koriandergruen; gehackt

   KONNTE DER VERSUCHSKUECHE V
    -- K.-H. Boller
    -- entkommen am 21. 03. 1998
 

Zubereitung

Die Tamarinde 30 Minuten in Wasser einweichen. Durch ein Sieb abgiessen, dabei die Tamrinde ausdruecken. Falls kokum verwendet wird, dies getrennt ebenfalls 30 Minuten in Wasser (2) einweichen.
 
Die ungeschaelten Kartoffeln unter fliessendem Wasser kraeftig abbuersten. Groessere Kartoffeln vierteln oder in Stuecke schneiden. Die Moehre schaelen und in 4 cm breite Streifen schneiden. Den Stielansatz der Okras wie einen Bleistift anspitzen, dabei aber nicht die Schoten verletzen, weil sie sonst beim Kochen breiig werden. 1/3 der gruenen Chilischoten hacken. Die kleinen Auberginen laengs halbieren. Die Yamswurzel schaelen und in Wuerfel schneiden.
 
In einem mindestens 3 Liter fassenden Kochtopf Oel (1) erhitzen. Zuerst die Bockshornkleesamen darin anbraten, dann den Kreuzkuemmel. Nach 30 Sekunden den gehackten Ingwer, die gehackten gruenen Chilischoten und die Curryblaetter zufuegen und eine Minute mitbraten.
 
Den Asant und das Kichererbsen- oder Vollweizenmehl zugeben und 4-5 Minuten staendig ruehren. Das Mehl nimmt das Oel auf und wird zu einer Paste. Durch das Anschwitzen des Mehls bekommt das Gericht Volumen und viel Geschmack. Die Hitze reduzieren.
 
Chilipulver und gemahlene Gelbwurz sowie Oel (2) untermischen und 2-3 Minuten unter Ruehren mitschwitzen. Nach und nach unter kraeftigem Ruehren heisses Wasser (3) zugiessen, es darf sich kein Kluempchen bilden, und 10 Minuten koecheln lassen.
 
Das Gemuese (die Yamswurzel, 10 Minuten spaeter die Kartoffeln und 5 Minuten spaeter das uebrige Gemuese), Salz, Zucker, die ganzen gruenen Chilischoten, das Tamarindenwasser und Kokum mit dem dem Einweichwasser zugeben und kochen, bis alles Gemuese gar ist. Zum Schluss Minze- und Korianderblaetter unterruehren. Das Curry bindet durch die Mehlschwitze und bekommt eine saemige Konsistenz.
 
ANMERKUNG: Auch als Suppe wird es gern serviert - dafuer wird kurz vor dem Anrichten ein Loeffel gekochter Reis hineingegeben. Dieses Curry ist schwer verdaulich, das ist der Grund, weshalb es immer mittags auf den Tisch kommt.
 
HINWEIS: Die ganzen gruenen Chilischoten sind fuer Gaeste gedacht, die Chilischoten gerne essen.. Wird das Gericht als Suppe serviert, werden die Chilischoten weggelassen. Zu diesem Curry passt am besten Reis.
 
INFO: Das Curry wird lediglich aus wenigen Teeloeffeln Kichererbsenmehl, das sich durch Vollweizenmehl ersetzen laesst (in Indien chapatti atta genannt), zubereitet. Dieses beruehmte Sindhi-Gericht wird meist Sonntagnachmittag mit gekochtem Reis und gebratenen Kartoffeln, took genannt, serviert. Es enthaelt vielerelei Gemuese und ist deshalb ein ideales Essen fuer Vegetarier. Seine Konsistenz entspricht der eines duennen dal.

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