Rezeptsammlung Eier - Rezept-Nr. 221

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Eier - Gesundes von der Henne (Info)

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Zutaten

1   Info
 

Zubereitung

Allerlei ums Ei
 
Die Sophisten und die Pfaffen Stritten sich mit viel Geschrei: Was hat Gott zuerst erschaffen, wohl die Henne, wohl das Ei? Wäre das so schwer zu lösen? Erstlich war ein Ei erdacht; Doch weil noch kein Huhn gewesen, Schatz, so hat's der Has' gebracht.
 
Eduard Mörike im Jahr 1847
 
Wann wurde denn das erste Hühnerei verzehrt? Die ersten Hühnereier wurden von Menschen um etwa 2000 v. Chr. in Indien verzehrt, da dort zuerst Wildgeflügel gezähmt wurde. Einige Jahrhunderte später entdeckten die Chinesen das Ei. In Europa tauchten die ersten Eier als Speiseeier gegen 1500 v. Chr. auf.
 
Warum gehören Eier gerade zu Ostern? Zum Symbol für die Auferstehung wurde das Ei im Christentum. Die Schale symbolisierte das Grab, aus dem das Leben kommt. Ein wahrer Eiersegen ergoss sich zu Ostern. Grund dafür war, dass nach den strengen Fastenordnungen während der 40 Tage vor Ostern auch der Genuss von Eiern nicht erlaubt war. Zudem begannen die Hühner im Frühjahr wieder Eier zu legen.
 
Woraus besteht ein Hühnerei? Das Hühnerei besteht zu 58 % aus Eiklar, zu 32% aus Dotter, zu 10% aus Schale. Grössere Eier haben prozentual weniger Dotter und mehr Eiklar.(Das Eiklar wird fälschlicherweise als Eiweiss bezeichnet, es besteht nur zu 10% aus Protein, der Rest ist Wasser).
 
Sind braune oder weisser Eier besser? Eier können braun oder weiss sein. Das Futter ist dafür nicht verantwortlich. Es gilt die Faustregel: Hühnerrassen mit roten Ohrscheiben legen braunschalige, solche mit weissen Ohrscheiben weissschalige Eier. Die Ohrscheibe ist die kleine Hautpartie hinter und unter dem Auge. Die Farbe der Eischale hat keinen Einfluss auf die Qualität und den Geschmack des Eies. Die braunen Eier werden in Nordeuropa bevorzugt. Die Schale der braunen Eier ist weniger porös und so können sie möglicherweise etwas länger frisch sein.
 
Was ist denn so gesund am Ei? Ein Ei gehört von Natur aus zu den biologisch wertvollsten Lebensmitteln und liefert unserem Körper viele lebenswichtige Nährstoffe. Eigelb und Eiklar sind in ihrer Zusammensetzung verschieden. Energie: 167 kcal Protein: ca. 7 g Fett: 6 g (Eigelb besteht zu fast einem Drittel aus Fett oder fettähnlichen Substanzen wie Lecithin und Cholesterin) Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vit. A und das ss-Carotin. Beide sorgen für die Elastizität des Auges und bewirken ein besseres Nachtsehen. Auch der Gehalt an Vit. B1, B2 und B6 sowie Vit. K und Vit. E ist erwähnenswert. Bei den Mineralstoffen sind Kalium Eisen und Phosphor hervorzuheben. An Spurenelementen sind Kupfer, Mangan, Jod und Fluor enthalten.
 
Wieviel Eier darf ich denn essen? Aufgrund ihres Cholesteringehaltes werden Eier oft unberechtigt als ungesund bezeichnet. Cholesterin befindet sich hauptsächlich in Lebensmitteln tierischer Herkunft in sehr unterschiedlichen Konzentrationen(Innereien, Eigelb, Krustentiere, Vollmilcherzeugnisse, Fleisch-und Wurstwaren). Besteht eine Störung im Fettstoffwechsel oder ein erhöhter Cholesterinspiegel, sollte man bei Eiern nicht sorglos zugreifen. Ein Ei der Gewichtsklasse M enthält ca. 200-250 mg Cholesterin. Der Tagesbedarf entspricht etwa 300 mg, wobei zu berücksichtigen ist, dass nur etwa 50-60% des Nahrungscholesterins resorbiert werden. Auf das Frühstücksei, einbis zweimal pro Woche, braucht nicht unbedingt verzichtet zu werden, zumal auch anderweitige Einschränkungen in der Nahrung erwogen werden können.
 
Was versteht man unter Omega-DHA-Ei und Cholesterin-neutralem Ei? Diese Begriffe schmücken neuerdings die Werbeflächen der Eierregale des Lebensmittelhandels. Beide Produkte werde auf unterschiedliche Weise produziert. Der hohe Anteil an der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird durch die Fütterung der Hühner durch Meeresalgen-Präparate erreicht. Laut Hersteller entspricht der Gehalt von zwei dieser Eier dem von 300 g Fisch. Die Omega-3-Fettsäuren senken den Fettspiegel im Blut, haben jedoch nur eine sehr geringe cholesterinsenkende Wirkung. Ein erhöhter Eierverzehr ist also auch bei diesen Eiern nicht empfehlenswert. Die Hersteller des cholesterin-neutralen Eies werben mit einem um 12 % verminderten Cholesteringehalt. Bei 12% weniger Cholesterin im Ei kann man kaum von cholesterin-neutral sprechen.
 
Wie lange kann ich ein Ei aufheben? Das Mindesthaltbarkeitsdatum spricht von 28 Tagen (ab dem 22. Tag dürfen Eier nicht mehr an den Verbraucher geliefert werden). Am besten schmecken Eier, wenn sie zwischen 3 und 10 Tage alt sind. Aber von aussen kann man keinem Ei dessen Alter ansehen und auf den Eierkartons stehen zwar jede Menge Daten - ein Mindesthaltbarkeitsdatum, ein Datum, von dem an die Eier kühl aufzubewahren sind, und manchmal auch ein Verpackungsdatum nur das für den Verbraucher wichtige Legedatum sucht man vergebens. Da hilft nur eins: Sie nehmen das Datum, von dem an man die Eier
:Erfasser : TAMKAT
:Datum : 19.10.2004

Quelle

ARD-Buffet 18.03.2002,
Eier
Erfasst von Christina
Phil

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