Rezeptsammlung Fleisch - Rezept-Nr. 1081

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Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree

( 1 Rezept )

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Zutaten

2   Gepökelte Eisbeine
    -- à ca. 800 g
5   Zwiebeln
2   Knoblauchzehen
2   ( -3) Lorbeerblätter
10-15   Pimentkörner
6 Essl. Schweineschmalz
750 Gramm  Sauerkraut vom Faß
1   Rohe Kartoffel
    Weißwein
    Salz, Pfeffer, Zucker
350 Gramm  Grüne Erbsen
    -- getrocknet
    -- und geschält
    Muskatnuß
1 Schuss  Cognac
    Weiße Pfefferkörner
200 ml  Scharfer Senf
 

Zubereitung

Eisbein ist eine Spezialität von Berlin, dort gibt es sie - wie auch in Niedersachsen und Westfalen - fertig eingelegt. Sonst muß man sich gepökelte Hinterhaxe beim Metzger bestellen.
 
Am Vortag Eisbeine waschen, in einen großen Topf legen, 2 Zwiebeln, Knoblauchzehen, 1-2 Lorbeerblätter, etwas Piment und 1 EL Schweineschmalz zugeben, mit Wasser bedecken und 3-4 Stunden köcheln lassen (salzen wird wahrscheinlich nicht nötig sein, wenn die Eisbeine ordentlich gepökelt sind).
 
Ebenfalls am Vortag das Sauerkraut mit 1 kleingeschnittenen Zwiebel, 1 Lorbeerblatt und etwas Piment aufsetzen, die geschälte Kartoffel hineinreiben und etwa 1 1/2 Stunden kochen, zwischendurch einen Schuß Weißwein zugießen. Zum Schluß mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Über Nacht kühlstellen (im Kühlschrank oder bei Frost nach draußen).
 
Die Erbsen über Nacht in knapp 1 Ltr. kaltem Wasser einweichen.
 
Am nächsten Tag das Eisbein im Sud oder in dem Topf mit dem Sauerkraut aufwärmen. Die Erbsen aufsetzen (Vorsicht, kochen leicht über) und zugedeckt bei schwacher Hitze 1 bis 1 1/4 Stunden garen, bis sie zerfallen - bei Bedarf Wasser nachgießen, sie hängen leicht an. Dann 2 EL Schweineschmalz zugeben, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß und einem Schuß Cognac »zerrühren«, bis eine grobe Masse entstanden ist. Die Erbsenmasse mit einer »Flotten Lotte« (oder durch ein Sieb) in einen Topf passieren, das Erbspüree warm stellen.
 
Die übrigen 2 Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden, im restlichen Schweineschmalz kroß anbraten. Über das Erbspüree streuen, zu Eisbein und Sauerkraut servieren. Dazu gibt es den scharfen Senf, damit das Fett leichter verdaulich ist. Und natürlich Bier.
 
Das ist ein deftiges Wintergericht. Wenn man das gekochte Kraut über Nacht ins Freie stellt, so daß es Frost abbekommt, dann schmeckt es noch besser. In der ehemaligen »Tätärä«, wie Walter Plathe immer sagt, hatten sie den sinnigen Spruch: »Wer im Sommer Kraut klaut, hat im Winter Sauerkraut«.
:Erfasser : TAMKAT
:Datum : 19.10.2004

Quelle

Nach Alfred Biolek
Die Rezepte meiner Gäste
Walter Plathe

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