Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 1204

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Tripmadam (Sedum Reflexum)

( 4 Portionen )

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Zutaten


   TRIPMADAM
    Sedum reflexum
    Felsenfetthenne
    Jenny stonecrop; engl.
    Orpin reflechi; franz.
    Orpin jaune; franz.
    Petite joubarbe; franz.
    Trique madame; franz.

   WEISSE TRIPMADAM
    Sedum album
    Taubenweizen
    Grande joubarbe; franz.
    Artichaut des murailles
    -- franz.

   AUS VERSCHIEDENEN QUELLEN
    Kompiliert v. R. Gagnaux
    -- nach postings von Herbert
    -- Herbert Schmitt,
    Ebba Lehmann, Michael
    -- Bromberg
 

Zubereitung

Die Tripmadam (Sedum reflexum, Crassulaceä = Dickblattgewächse) gehört zu den Mauerpfeffer-Arten, bekannt auch als Fetthenne (*). Die immergrüne, fleischige Pflanze ist in Europa heimisch, wo sie an Felsen, Mauern, steinigen und sandigen Stellen wächst. An niederliegenden Sprossen trägt sie fleischige, walzliche Blättchen. Sie blueht mit kleinen, gelben, sternförmigen Blueten. Mehrjährig. Vermehrung durch Stockteilung, Pflanzung 25*25 cm im April oder im Herbst. Geerntet wird das frische, nichtbluehende Kraut. Es wird nur frisch in der Küche gebraucht, kann aber nahezu das ganze Jahr über geerntet werden. Der säuerliche, eigenwillige Geschmack der Blätter macht Salate, Suppen und Saucen pikant. Fein gehackt werden die Blätter mit Butter gemischt und zum Ausschwenken frischer Kartoffeln genommen. Mit Thymian und Estragon wird Tripmadam zu Kräuteressig verarbeitet. Die Blätter können in Essig als Sauergemüse eingelegt und anstelle von Kapern verwendet werden. Unklar: Laut Das neue Küchenlexikon DTV soll Tripmadam vom französischen tripe-madame stammen; immer laut DTV war es also ursprünglich ein spezielles Würzkraut für Kaldaunengerichte. Aber: Auf französisch heisst Tripmadam nicht tripe-madame, sondern triquemadame, hätte dem Namen nach also nicht mit tripes (Kaldaunen) zu tun?! Zu erwähnen ist noch: Die weisse Tripmadam (Sedum album L, Taubenweizen) mit walzenförmigen Blättern und weissen Blueten, an sonnigen Stellen auf Mauern, Dächern und Felsen in Europa, Nordafrika und Kleinasien, wurde früher das frische Kraut arzneilich benutzt. Die zarten Blätter dienen als Salat und in Suppen, weshalb es auch in Gärten kultiviert wird. (*) FETTHENNE, fette Henne, Fettkraut, Sedum. Pflanzengattung der Dickblattgewächse; Kräuter und Halbsträucher mit dickfleischigen Blättern und strahligen Blueten. Die europäischasiat. grosse F. (S. maximum, Donnerbart, Donner-, Stein-, Knaben-, Johannis-, Bruch-, Schmalz-, Speckkraut, Dickblatt, Heil aller Wunden, Schmerzwurz), eine bis 60 cm hohe Staude mit Knollen und gelblichen Bluetchen, wächst auf steinigem Grasland. Sie hat in der Volksmedizin grosse Bedeutung, ebenso das rotbluehende Sedum fabaria aus Mittelgebirgen Europas (mit graublauen Blättern). Gebirgspflanze ist auch die Rosenwurz (Sedum roseum). Sonnigen Felsboden lieben die rasenbildende, bis 15 cm hohe, gelbbluetige, pfefferige scharfe F. (S. acre, kleiner Hauslauch, Mauer-, Steinpfeffer, Knorpel-, Pfefferkraut), die weissbluetige, höhere, weisse F. (S.album, weisser Mauerpfeffer, weisse Tripmadam) und die bläulich-grüne, gelbbluetige gelbe Tripmadam (S. reflexum).
 
Stichworte: Kräuter, Aufbau
:Stichworte : Grundlagen, Informationen

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