Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 145

Vorheriges Rezept (144) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (146)

Die (Gemeine) Felsenbirne

( 4 Portionen )

Kategorien

Zutaten

    Felsenbirne
    Amelanchier ovalis Rosaceä
    Neflier des rochers
    Juneberry
    Pero corvino
    Carasquilla

   ANDERE NAMEN
    Gemeine Felsenbirne
    Ovalblättrige Felsenmispel
    Fluhbirne
    Steinbirne
    Steinböckle
    Herrgottsbirli
    Bärenbirn
    Klingelbeere
    Gamsbeere
    Edelweissbaum
    Muschpeln

   ZUSAMMENGESTELLT
    Von Rene Gagnaux - nach
    -- Texten von - Karl Stoll
    -- und - Ulrich
    Gremminger
 

Zubereitung

Dieser europäisch-südwestasiatische Gebirgsstrauch kommt in kollinen, montanen und subalpinen Vegetationsgesellschaften vor. Besiedelt werden vor allem südexponierte trockene Wälder, warme Felshänge und Felsschutt bis auf 2000 m ü.M. Als sonnenbedürftige Pflanze kommt sie auch auf trockenen Böden vor, bevorzugt Kalk, ist aber generell anspruchslos. Ihres Bluetenreichtums wegen werden Felsenbirnen häufig in Gärten und Parkanlagen angepflanzt. Die Pflanze: Der vielstämmige, dornenlose, 2 bis 3m hoch werdende Strauch weist eine graubraune Rinde auf. Am Rande fein gezähnte, oval geformte Laubblätter von 2 bis 4cm Länge sind oberseits kahl und dunkelgrün. Im jungen Zustand unterseits dicht filzig behaart, verkahlen sie später zu Grau grün. Zur Bluetezeit im April/Juni bilden die schmalen weissen 15 bis 20 mm langen Kronblätter den Schmuck der Pflanze. Diese protandrischen Blueten sondern Honig ab und sind auf Fremdbestäubung durch Bienen oder andere Insekten angewiesen. Im Juli/August reifen die 10 mm messenden Scheinfrüchte heran, deren Kelchblätter haften bleiben. Schwarz gefärbt, sind sie mit einem bläulichen Wachsduft versehen. Vermehrung: Die Früchte sind vor der Vollreife zu sammeln und sollen an Haufen verrotten. Deren Samen werden dann gründlich ausgewaschen, stratifiziert und im Februar ausgesät. Schneller kommt man zum Ziel durch Abtrennen der bis 3m von der Mutterpflanze weg wachsenden Ausläuferpflanzen. Stecklingsvermehrung, Absenkerbildung und Teilung der Mutterpflanze bilden weitere Möglichkeiten zur Vermehrung. Schliesslich sind Okulationen auf Weissdorn, Vogelbeere und Quitte möglich. Verwertung: Die leicht trockenen, süss schmeckenden Steinbirnen wurden schon zu Vorzeiten eingesammelt und im frischen oder getrockneten Zustand verspeist. Vögel und Spaziergänger tun sich auch heutzutage gütlich daran. Grössere Mengen sollten im rohen Zustand nicht verzehrt werden. Möglich ist die Verarbeitung zu Konfitüren und alkoholischen Getränken.
 
Stichworte: Aufbau, Felsenbirne
:Stichworte : Grundlagen, Informationen

Vorheriges Rezept (144) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (146)