Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 162

Vorheriges Rezept (161) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (163)

Die Kupfer-Felsenbirne

( 4 Portionen )

Kategorien

Zutaten

    Kupfer-Felsenbirne
    Amelanchier lamarckii -
    -- Rosaceä
    Korinthenbaum

   ZUSAMMENGESTELLT
    Von Rene Gagnaux - nach
    -- Texten von - Karl Stoll
    -- und - Ulrich
    Gremminger
 

Zubereitung

Aus Nordamerika stammend, wurde die Kupfer-Felsenbirne von Gartengestaltern auch als Amelanchier lävis, A. confusa, A. grandiflora, A. arborea, oft fälschlicherweise auch als A. canadensis und als Kahle Felsenbirne bezeichnet. Im 18. Jahrhundert in europäischen Gärten eingepflanzt, kommt diese Art stellenweise jetzt verwildert vor. Im Oldenburgischen trägt sie den Namen Korinthenbaum, da die getrockneten Früchte wie Korinthen verwendbar sind. Als winterhartes Ziergehölz mit reicher Bluete auch eine gute Bienenweide darstellend, erfreut sich diese Pflanze bei Gartengestaltern grosser Beliebtheit. Sie bevorzugt sonnigen Standort, gedeiht aber auch in halbschattiger Lage. Da sie industriefest ist und nicht heikel hinsichtlich Bodenansprüchen, eignet sich diese Felsenbirne auch zur Bepflanzung von Dachgärten und Rabatten in der Stadt. Die Pflanze: Die strauchartigen Pflanzen können sich zu Bäumen von 10 m Höhe entwickeln. Die am Blattrand fein gesägten 5 bis 8 cm langen und 2 bis 5 cm breiten Laubblätter sind am Ende lang zugespitzt. Bei ihrer Entfaltung zur Bluetezeit sind sie kupferrot gefärbt - deshalb der Name
- und seidig behaart. Im Verlaufe des Sommers gelblich bis dunkelgrün, verfärben sie sich im Herbst zu einem zierend leuchtenden Scharlachrot. In aufrechten oder überhängenden lokkeren Trauben brechen im April/Mai die weissen Blueten auf. Sie sitzen zu 6 bis 10 in der Reihe. Ihre entfernt gestellten Kronblätter sind 9 bis 14 mm lang und nur 2,5 bis 5 mm breit. Der Honigduft zieht Bienen und andere bluetenbestäubende Insekten an. Vermehrung: Wie bei Amelanchier ovalis. In Gegenden, in denen der bakterielle Feuerbrand (Erwinia amylovora) an Obstgehölzen auftritt, sollte der Anbau von Amelanchier mit Zurückhaltung geuebt werden. Verwertung: An langen Stielen und mit aufrechten Kelchblättchen reifen im Juli/ August die kugeligen 10 bis 30 mm dicken Früchte am Strauch. Anfänglich sind dieselben rötlich, später violett bis purpurschwarz gefärbt. Mit ihrer Süsse und Saftigkeit finden sie ihre Liebhaber in der Vogelwelt und beim Menschen. Amelanchierfrüchte eignen sich für die Zubereitung von Gelee, Sirup, zum Heisseinfüllen und Tiefkühlen. Verwandte arten: Als weitere Amelanchier-Arten mit essbaren Früchten kommen in Betracht A. spicata, A. alnifolia und A. sanguinea. In den höheren Lagen nördlich gemässigter Zonen umfasst die Gattung Amelanchier etwa 14 Arten. Die meisten tragen kleine essbare Früchte. Entgegen der bestehenden Namengebung erinnert die Gattung botanisch stärker an die Sorbus-Arten als an Birnen und Mispeln.
 
Stichworte: Aufbau, Felsenbirne
:Stichworte : Grundlagen, Informationen

Vorheriges Rezept (161) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (163)