Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 468

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Info: Aprikose

( 4 Portionen )

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Zutaten

    Aprikose
 

Zubereitung

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- erfasst am 27.3.96
- Astrid Bendig
 
Aprikose. prunus armeniaca In den warmen Mittelmeerländern, Kalifornien sowie in Regionen Asiens und Afrikas mit entsprechenden klimatischen Bedingungen fühlt sich der zur Familie der Rosengewächse zählende Steinfruchtbaum am wohlsten. Der nicht allzu grosse Baum erreicht eine Maximalhöhe von 5 m und besitzt eine ziemlich grosse Krone, die von rautenförmigen, zartnervigen und gezähnten, grünen Blättern gebildet wird. Im April trägt der Baum seine herrlichen weissrosafarbenen, aus fünf Kelch- und zahlreichen Staubblättern bestehenden Blueten. Im August sind dann die fleischigen, typisch rötlich-gelb gefärbten, an einer Längsseite eingekerbten Steinfrüchte reif. Eine glatte, reichlich zähe Haut umschliesst das trockene, gelbliche Fruchtfleisch. Der fest wandige, dunkelbraune Kern, der bei manchen Früchten bereits gespalten ist, hat es in sich: Das weiche Innere ist sehr ölhaltig und süss sogar essbar. Vor Experimen ten sei allerdings gewarnt: Meist ist es nämlich bitter und enthält dann das tödlich wirkende Gift Blausäure. Das Kerninnere ist vor allem für die Kosmetikindustrie von Bedeutung. Wie alles Obst sollen Aprikosen kühl und trocken gelagert werden. Reife, d.h. weiche Früchte sind zum sofortigen Verzehr oder Verbrauch bestimmt. In nördlich der Alpen gelegenen Regionen trägt der Baum eigentlich nur in warmen, auch für den Weinbau geeigneten Gebieten gute Ernten. In Gärten braucht er ein sonniges, möglichst von einer Mauer oder einem Spalier geschütztes Plätzchen. Wer auf Ernte hofft, der muss, da zur Bluetezeit nur wenig Insekten unterwegs sind, die Blueten mittels eines sauberen, feinen Pinsels selbst bestäuben. Etwas anfällig sind die Blätter gegen Kräuselkrankheit und Mehltau, während die Bluetenpracht oft späten Frösten zum Opfer fällt. Will man noch etwas retten, den bereiften Baum am Morgen, bevor die ersten Sonnenstrahlen einfallen, mit Wasser leicht abbrausen, wie übrigens auch Pfirsichoder andere frühbluehende Obstbäume. Aprikosen sind frisch ein leckeres und beliebtes Tafelobst, das im Juli und August Hochsaison hat. Die meisten bei uns erhältlichen Früchte kommen aus Griechenland. Ausserdem eignen sich Aprikosen hervorragend zum Einmachen, für Marmelade, Obstsalate, Eis, Cremes und Obstkuchen. Rohe Früchte haben stopfende Wirkung, während getrocknete, die man das ganze Jahr über am besten im Reformhaus kauft, abführend wirken. Überzogen mit Milch- oder Bitterschokolade tun sie etwas gegen die schlanke Linie. Weltruhm erlangt hat der süssliche und wohlschmeckende Aprikosenoder Marillenlikör, wie die Österreicher dazu sagen. Dort sind auch die nicht minder beliebten Marillenknödelzu Hause. Und in kaum einer Hausbar fehlt eine Flasche Apricot Brandy oder Barak Palinka, ein aus Ungarn stammender Aprikosenschnaps. Darüber hinaus kommen Aprikosen das ganze Jahr über auch in Dosen auf den Markt. Sie sind ähnlich verwendbar wie frische Früchte, können aber nicht zu Marmelade verarbeitet oder gar eingekocht werden. Bei empfindlichen Menschen können rohe Aprikosen, ähnlich wie Erdbeeren, zu Hautallergien führen. Ursprüngliche Heimat der Aprikose ist China, wo sie in den Bergen rund um Peking auch wild wächst. Alte Schriften belegen, dass bereits Jahrtausende vor Christus Kaiser und Adlige sich an diesen Früchten gütlich taten. Von China aus gelangte der Baum mit dessen zunehmender Öffnung nach Westen auch nach Vorderasien. Die Römer lernten die Frucht in Armenien kennen und nannten sie Armenische Pflaume, was bis heute der wissenschaftliche Name der Aprikose geblieben ist. Sie waren es dann wohl auch, die den Baum im 4. und 3. Jahrhundert vor Christus in Südeuropa ansiedelten. Nährwert und Vitamingehalt: Aprikosen sind reich an Vitamin A und enthalten Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C. Fruchtzucker, Mineralsalze und Spurenelemente machen sie zu einem blutbildenden Mittel. 100 g Fruchtfleisch haben 60 Kalorien / 251 Joule.
 
Stichworte: Aprikose, Aufbau
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