Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 593

Vorheriges Rezept (592) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (594)

Kiwi - Vitamin C zum Auslöffeln

( 1 Keine Angabe )

Kategorien

   

Zubereitung

Die suess-saeuerliche Frucht mit dem lustigen Vogelnamen gilt als Vitamin C-Snack Nummer 1: die Kiwi. Seit Mitte der 70er Jahre kennt man den Exoten aus Neuseeland in Europa. Urspruenglich stammt die "Chinesische Stachelbeere" jedoch aus dem Land des ewigen Laechelns.
 
Der Neuseelaender Jim MacLoughlin investierte 1937 Zeit und Geld in eine Kiwi-Kultur. Die "Bay of Plenty" (Bucht des Ueberflusses) schien ihm fuer den profitablen Plantagenanbau geeignet. Und es stimmte: Das milde, sonnige Klima, sandiger Boden und Frost kurz vor der Ernte waren ideal. Dank intensiver Zuechtung konnten 1953 die bis dahin als Chinesische Stachelbeeren bezeichneten Fruechte nach Amerika exportiert werden. Heute liefern sogar einige Mittelmeerlaender Fruechte von ausgezeichneter Qualitaet.
 
Namensvetter: ein Vogel Die Export-Stachelbeere brauchte auf Anraten eines tuechtigen Haendlers aus San Francisco einen werbetraechtigen Namen. Dies veranlasste die Neuseelaender, die kleine Frucht nach ihrem Nationalvogel "Kiwi-Kiwi" zu benennen. Eine Aehnlichkeit mit dem scheuen Vogel laesst sich auch nicht leugnen; Die braune, pelzige Schale und die Form der Kiwi erinnern tatsaechlich ein wenig an den fluegellosen, in Erdloechern lebenden Schnepfenstrauss. Ansonsten hat das strauchartige Rankengewaechs wenig mit dem Namensvetter gemeinsam. Es klettert, aehnlich wie Weinreben, ueberall hin, wo Halt zu finden ist. So bildet es schnell eine dichte Laubdecke, aus der die zartgelben Blueten hervorleuchten. Die Beerenfruechte werden so gross wie Huehnereier und sind mit einer duennen, ledrigen Schale mit vielen Borstenhaerchen bedeckt. Das Fruchtfleisch ist gruen, saftig und sitzt voller kleiner, schwarzer Kerne, die man mitverzehren kann. Der suess-saeuerliche Geschmack erinnert an eine Kombination aus Erdbeere, Stachelbeere und Melone.
 
Vitamine pur Die Kiwi ist eine Vitaminbombe: Sie weist unter den Zitrusfruechten den hoechsten Gehalt an Vitamin C auf, ist reich an Vitamin E, Kalium, Calcium und Eisen. Davon hat man am meisten, wenn man sie als Frischobst geniesst - einfach halbieren und ausloeffeln. Suessspeisen erhalten durch Kiwis das gewisse, leicht saure Etwas. Sie eignen sich als Basis fuer Konfitueren oder Chutneys und geben fuer Torten und Bowlen eine schoene Garnitur ab. Aber Achtung: Kiwis enthalten ein eiweissspaltendes Enzym, das in Verbindung mit Protein einen bitteren Nachgeschmack bewirkt und das Festwerden von Gelatine verhindert. Dagegen hilft es, die geschaelten Kiwis vor der Verwendung mit Milch, Sahne etc. mit heissem Wasser zu uebergiessen und kurz ziehen zu lassen.
 
Tip Kiwis sind ganzjaehrig erhaeltlich. Reife Fruechte halten sich bei Kuehlschranklagerung ca. vier Wochen. Harte Kiwis reifen bei Zimmertemperatur nach, um die Reife zu beschleunigen, bewahrt man sie zusammen mit einem Apfel oder einer Banane in einem geschlossenen Plastikbeutel auf.
 
Was steckt drin? 100 g Fruchtfleisch enthalten 70 mg Vitamin C 0,37 mg Carotin 0,017 mg Vitamin B1 0,05 mg Vitamin B2 195 kJ / 46 kcal
:Stichworte : Grundlage, Grundlagen, Informationen, Kiwi
:Notizen (*) : Quelle: Winke & Rezepte 06 / 99
: : der Hamburgischen Electricitätswerke AG
:Notizen (**) : Erfasst und aufbereitet von Lothar Schäfer
: : (Lothar.Schaefer@ruhr-uni-bochum.de)

Vorheriges Rezept (592) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (594)