Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 658

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Kokosnuss, Infos und Tips

( 4 Portionen )

Kategorien

Zutaten

    Kokosnuss
    Kokosmilch
 

Zubereitung

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-- Erfasst von Rene Gagnaux
 
Die Kokosnuss vom Baum des Lebens oder Baum des Himmels, wie die Kokospalme früher in die Südsee genannt wurde, ist eine vielseitige Exotin: grün ist seine Trinkfrucht, denn im unreifen Stadium ist sie mit wenig Fleisch und viel Flüssigkeit, dem Kokoswasser, gefüllt. Mit zunehmender Reife entwickelt sich das weisse, aromatische Fleisch, mit dem man so vielen Gerichten eine exotische Note verleihen kann. Je reifer die Frucht ist, desto weniger Flüssigkeit enthält sie und desto süsser ist das Wasser. Aus den Früchten wird ferner Fett und Kokosnussöl gewonnen; das Öl dient als Grundlage für eine besondere Seife. Aber nicht nur die Frucht kann verwertet werden: von der Kokospalme kann fast alles verwendet werden! Der Stamm zum Bau von Hütten und Booten, die Palmblätter zum Abdecken der Hütte, die Fasern zur Herstellung von Textilien, Bastmaterial und Seilen. Aus der Kokospalme wird zudem Wein, Essig und Honig gewonnen. Kokosnüsse gibt's zwar rund ums Jahr, die Kokosnuss ist jedoch ein typischer Spätherbst-/Winterartikel. Sie stammt vorwiegend aus der Dominikanischen Republik und aus der Elfenbeinküste. Die Früchte aus der Dominikanischen Republik sind grösser und haben mehr Fleisch. Beim Kauf einer Kokosnuss ist darauf zu achten, dass sie noch etwas Flüssigkeit enthält, denn das Fleisch ausgetrockneter Früchte hat oft einen unangenehmen, fast seifigen Geschmack. Die Kokosnuss also vor dem Kauf schütteln, um festzustellen, ob sie Flüssigkeit enthält. Das Öffnen einer Nuss ist kein Problem, wenn man folgendermassen vorgeht: mit einem spitzen Instrument - zum Beispiel einem grossen Nadel - in zwei der drei dunklen Augen stossen, und das Wasser durch ein Loch in eine Schale fliessen lassen. Anschliessend die Schale mit einem Hammer aufschlagen. Und nun mit einer Messerspitze das weisse Fleisch herauslösen. Dieses eignet sich zum Rohgenuss und zum Kochen. Kokosmilch - nicht zu verwechseln mit dem Kokoswasser! - lässt sich sehr leicht selbst herstellen. Das in kleine Stücke geschnittene Fleisch - das braune Häutchen muss nicht entfernt werden - wird mit warmem Wasser oder warmem Milch - auf 100 g Fleisch etwa 250 ml Flüssigkeit, dies ergibt ca. 200 ml Kokosmilch - solange im Mixer püriert, bis eine sämige Masse entsteht. Die Masse nun in ein feuchtes Mulltuch geben und über einer Schüssel auspressen. Vermehrt wird Kokosmilch als Fertigprodukt in Dosen angeboten. Englische Bezeichnungen wie Coconut Cream, Coconut Emulsion oder Coconut Milk sind oft verwirrend: wer eine fetthaltige Milch bevorzugt, wählt die Coconut Cream. Das Produkt aus erster Pressung - ohne Zugabe von Wasser - hat einen Fettgehalt von fast 35 Prozent. Die Coconut Emulsion stammt aus der Zweitpressung - unter Zugabe von Wasser. Der Fettgehalt ist unterschiedlich. Die Coconut Milk ist eine Mischung aus beiden: der Fettgehalt variiert zwischen 10 und 20 Prozent. Ein beim Kochen mit Wasser zu verdünnendes Konzentrat ist die Coconut Cream Paste, aus püriertem Fleisch. Sie hat einen doppelt so hohen Fettgehalt wie die Coconut Cream. Kokosraspeln oder -flocken werden natur oder geröstet angeboten: die meisten Rezepte können sowohl mit frisch geraspelter Kokosnuss sowie mit getrockneten Raspeln zubereitet werden: 80 g frische Raspeln entsprechen ungefähr 50 g getrockneten. Kokosnuss lässt sich gut einfrieren.
 
Stichworte: Aufbau, Kokos, Kokosmilch
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