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Rezeptsammlung Grundlagen - Rezept-Nr. 774

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Mispel, Infos

( 4 Portionen )

Kategorien

Zutaten

    Mispel
    Loquat
    Nespole
 

Zubereitung

MMMMM--------------------------------QUELLE--------------------------
--
-- Nach: Das neue Küchen-
- - lexikon, DTV, 1995 -
- ISBN 3-423-36008-9 -
- sowie: Stoll/Gremminger -
- Besondere Obstarten -
- ISBN 3-8001-6186-9, 1986
- - Erfas
 
Man unterscheidet zwischen zwei Sorten: die Mespilus germanica und die aus Ostasien stammende Eriobotrya japonica, die auch zu den Rosengewächsen gehört. Sie ist jedoch nur sehr weit entfernt der germanischen Mispel verwandt. Die japanische Mispel. Südeuropäisches Kernobst im Aussehen kleiner Äpfel oder Birnen, mit der Farbe von Aprikosen. Sie enthält grössere, nicht essbare Kerne. Loquats (japanische Mispeln, Nespole) sind von süss-sauerlichem, delizösem Geschmack. Loquats werden heute auch im Mittelmeerraum kultiviert. Der bis 7 m hoch werdende wintergrüne Baum erfriert bei Frösten unterhalb von -5 oC, die Japanmispel kann bei uns also bloss als Kübelpflanze empfohlen werden. Frisch oder in Dosen konserviert kommen sie bei uns in den Handel. Essbar ist die Mispel erst im vollreifen, sogar überreifen Zustand, wenn sie durch Lagerung schön weich geworden ist. Sie hat dann einen aromatisch- erfrischenden, etwas säuerlischen Geschmack. Man isst die vollreifen Früchte meist roh, kann sie aber auch zu Konfitüre, Gelees und Säften verarbeiten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Aroma der Mispeln nicht kräftig ist und sehr schnell von anderen Zutaten übertönt werden kann. Man reicht die Früchte als Kompott oder als Beilage zu Geflügel oder verwendet sie zu exotisch reizvollen Obstsalaten. Die germanische Mispel Mespilus germanica. Rosaceä: neflier, medlar, nespolo, nispola, Nespel, Nesple, Mospel, Muspel, Aapeneers. Mispeln wurden schon vor 3000 Jahren im Gebiet des kaspischen Meers kultiviert. Diese Art scheint aus Transkaukasien oder dem Nordiran zu stammen. Griechen und Römer brachten die Pflanze nach Europa. In sonnigen Gebüschen und Waldrändern kommt die Mispel jetzt verwildert vor. Dieses anspruchslose Gehölz fruchtet zwar am besten in windgeschützter, besonnter Lage,doch wird auch Halbschatten vertragen. Ursprünglich dornenbewehrt, wurden durch Selektion dornenlose Sorten gewonnen. Als Busch oder bis zu 8 m hoher Baum wachsend, hat die Mispel mit ihrem sparrigen Wuchs einen besonderen Zierwert. Die lanzettlich geformten Laubblätter von 6 bis 12 cm Länge sind ganzrandig oder fein gezähnt. Sie sind oberseits dunkelgrün gefärbt und unterseits graugrün filzig behaart. Die weissen bis cremefarbigen, sehr dekorativen Blueten von 3 bis 5 cm Durchmesser erscheinen an den Kurztrieben erst im Mai/Juni. An den duftlosen Blueten findet spontane Selbstbestäubung statt. Um Ende Oktober reifen die zuerst grün gefärbten Steinfrüchte zu braunen, kegelförmigen und behaarten Mispeln heran. Laubblattartige, abstehende Kelchzipfel von 15 mm Länge krönen die abgeflachte Scheitelpartie. Die Früchte sind 2 bis 7 cm gross. Je nach Form spricht man von apfel- oder birnenförmigen Sorten. Im Innern enthält die Frucht 2 bis 5 eckige, rötlich gefärbte Steinkerne. Allerdings existiert eine samenlose Abart unter der Bezeichnung Mespilus apyrena. Die Frucht bleibt kleiner und wird schneller weich. Daneben ist eine sehr grossfrüchtige Mespilus macrocarpa bekannt geworden, die vom Zentrum aus weich zu werden beginnt. Grosse Mispelbäume vermögen pro Jahr 60 bis 80 kg Fruchtertrag zu erbringen. Eine Samenvermehrung ist möglich durch Direktsaat im November oder mittels stratifiertem Saatgut bei Frühjahrssaat. Bis zum Einsetzen der Fruchtbarkeit erfordert dies jedoch Wartezeiten von Jahren. Schneller ist die vegetative Vermehrung durch Absenker oder Steckholz. Wertvolle Sorten werden auf Mispelsämlige, oder aber auf Unterlagen von Apfel, Birne, Quitte, Mehlbeere oder Weissdorn gepropft. Birne als Unterlage soll geschmacklich die besten Früchte ergeben. Auf Weissdornunterlage lassen sich früh in Ertrag kommende und sehr haltbare Mispeln erziehen. Zu Beginn des Monats November gepflückt, sind die Früchte in der Regel noch steinhart und weil zu herb, völlig ungeniessbar. Erst nach dem Einwirken von Frösten werden sie essreif. Unterbleiben solche Kälteschocks, können die Mispeln während einige Wochen nachgereift werden in dünner Schicht auf Stroh oder in Pfirsichplateaus. Erst dann wird der Geschmack angenehm säuerlich-aromatisch. Mispeln sind reich an Invertzucker, Säuren und Pektinstoffen. Liebhaber schätzen diese Frucht im rohen Zustand, ein Aufkochen zu Püree, Kompott oder Konfitüre ist möglich. Letzteres vorteilhaft in Kombination mit Äpfeln, Hagebutten oder anderen Wildfrüchten. In früheren Zeiten wurden Mispeln manchmal dem Birnbrot beigemengt oder auch in eingedicktem Birnsaft oder Honig kandiert. Selbst Wein und Spirituosen wurden aus Mispelfrüchten hergestellt.
 
Stichworte: Aufbau, Mispel
:Stichworte : Grundlagen, Informationen

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