Rezeptsammlung Kartoffel - Rezept-Nr. 779

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Die Steckrübe (Bodenkohlrabi) II

( 4 Portionen )

Kategorien

Zutaten

    Steckrübe
    Dorsche
    Dotsche
    Wruke
    Oldenburger Ananas
    Unterkohlrabi
    Schmalzrübe
    Bodenrübe
    Kohlrübe
    Bodenkohlrabi
    -- Schweiz
    Speisekohlrübe
    -- Schweiz
    Brassica napus - var.
    -- napobrassica L.
    Rutabaga
    -- franz.
    Rutabaga
    -- engl.
    Swede
    -- engl.
    Swede turnip
    -- engl.

   KOMPILIERT
    Durch Rene Gagnaux - Nach
    -- der WDR-Sendung -
    -- Kostprobe von Janua
    Sowie andere Quellen
 

Zubereitung

Auch in den folgenden Jahren blieb die Steckrübe Objekt der Kriegsplanung: So stellte die nationalsozialistische Kriegskonjunkturforschung fest, dass es neben Brotgetreide und Kartoffeln auch das kriegswichtige Gut Steckrübe aus der Inlandsproduktion gedeckt werden konnte. Denn zum einen rechneten die Nazis damit, dass sie durch ihre kriegerischen Aktivitäten von Lebensmittellieferungen aus dem Ausland abgeschnitten werden würden, zum anderen sollten für Lebensmittel auch keine wertvollen Devisen mehr geopfert werden. Und so schrieb dann auch die Kochbuchautorin Edith Sylvia Burgmann ihren Leserinnen im Vorwort ihres Kriegskochbuches ins Gewissen: Wir strengen unsere Phantasie noch ein bisschen mehr an, liebäugeln nicht mehr mit Dingen die unerreichbar, sondern sind tugendhaft und verschenken uns mit vollem Herzen der Kartoffel und dem Kohl und entdecken, dass wir tatsächlich wenig Ahnung hatten, wie ausgezeichnet die sein können, abgesehen von ihrer Nützlichkeit... Also! Am Kochtopf und im Haushalt helfen wir Frauen den Krieg gewinnen! Dieses Vorhaben konnte nicht gelingen und so blieb die Steckrübe weiterhin unverzichtbarer Bestandteil der Hungerküche im Nachkriegsdeutschland der nach ihr benannte Eintopf blieb ein Klassiker der Nachkriegskochbücher. Auch wenn darauf verwiesen wurde, dass an Fett gespart werden musste und die Kochzeiten genau einzuhalten waren um Energie zu sparen. Kein Wunder, dass dieses Gemüse von der Fresswelle der fünfziger Jahre auf den Index gesetzt wurde. Die Menschen wollten nicht mehr nur den Magen füllen, sondern endlich auch geniessen - und die Steckrübe als Symbol leidvoller Erfahrungen wurde von den Speiseplänen gestrichen.
 
Lange wurde die Steckrübe wegen ihres strengen Geruchs und Geschmacks abgelehnt. Doch dieser kohlige Geschmack war hauptsächlich eine Folge der langen Garzeiten, vor allem bei den Steckrübeneintöpfen. Einfach nur kurz blanchiert oder knapp gegart hat die Steckrübe ein mildsüssliches Aroma und einen ausgezeichneten Geschmack. : Erntezeit: September bis November. : Aufbewahren: bei 0 bis 5 C. : Vorbereiten: Waschen, schälen, nochmals abspülen : Zubereiten: Roh, dämpfen, sieden im Dampf oder im Würzwasser ** Gepostet von Rene Gagnaux Erfasser: Rene Datum: 18.12.1996 Stichworte: Gemüse, Frisch, Steckrübe, Info, P1
 
Stichworte: Gemüse, P1, Frisch, Informationen, Steckrübe
 
:Stichwort : Gemüsegerichte
:Stichwort : Kartoffel

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