Rezeptsammlung Suppen - Rezept-Nr. 997

Vorheriges Rezept (996) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (998)

Dals und Suppen

( 1 Rezept )

Kategorien

   

Zubereitung

halbierte und geschälte Linsen und Erbsen werden Dal genannt. Und Dal ist auch der Name für das suppenartige Gericht, das daraaus zubereitet wird. Dal wird in Indien zusammen mit der Hauptmahlzeit gereicht und wird oft über weißen Reis gegoßen und dann mit Fladenbrot gegeßen. Abgesehen davon, daß Dal reichlich Eisen und die Vitamine der B-Gruppe enthält, bildetr er in der wedischen Küche eine der wichtigsten Proteinquellen. Manche Dalsorten enthalten genausoviel oder sogar noch mehr Protein als Fleisch. Dal verhält sich synergetisch zu anderen eiweißreichen Nahrungsmitteln, wie Milchprodukten, Getreide und Nüssen, sodaß das verwertbare Protein einer Mahlzeit bis zu 40 Prozent vermehrt wird. Beispielsweise wächst die Quote der verwertbaren Proteine von Reis (60%) und Dal (65%) auf 85% an, wenn sie zusammen gegeßen werden. In Indien gedeihen mehr als 60 verschiedene Sorten Dal. Die vier Sorten, die wir in diesem Buch verwenden gehören zu den gebräuchlichsten. Ihre Merkmale werden im folgenden beschrieben.
 
Mungdal - klein, blaßgelb und rechteckig. Dieser Dal wird aus Mungbohneen gewonnen, die eine bedeutende Rolle in der Bohnensprossenproduktion spielen. Mungdal ist leicht zu kochen und hat einen milden Geschmack. Er ist so bekömmlich, daß er besonders für Kinder und ältere Menschen empfohlen wird.
 
Urad Dal: klein, gräulich weiß, rechteckig. Dieser Dal enthält doppelt so viel Protein wie Fleisch. Er wird oft für Snacks verwendet oder zu Pulver gemahlen und vergoren, um bestimmte Speisen aufzulockern.
 
Channadal, größer als Mungdal, gelblich, rund. Channa ist ein kleineres Mitglied der Kichererbsenfamilie und hat einen gehaltvollen, leicht süßlichen Geschmack. Falls Channa nicht erhältlich ist, können Sie statt des auch gelbe halbierte Schälerbswen nehmen. Das Ergebnis wird ein wohlschmeckender, wenn nicht recht autentischer Dal sein.
 
Tordal: größer als Channadal, blaßgelb und rund. Diese Dalart ist oft mit einer Ölschicht überzogen, die vor dem Kochen abgewaschen werden sollte.
 
Kichererbsen, in Indien Kabuli channa genannt, sind eine hervorragende Proteinquelle. Sie sind äußerst hart und müssen vor Gebrauch eingeweicht werden. Gekochte Kichererbsen werden für gewöhnlich morgens gegeßen, entweder als eigenständige Mahlzeit oder zusammen mit anderen Gerichten. Upma oder Khitchri.
 
In der wedischen Küche ist eine Mahlzeit ohne Dal sehr selten. Zu allen Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendeßen gibt es passende Dalgerichte. Sie können aus Dal Suppen, dicke Soßen, Eintopf, pikante Beilagen, saftige Chutneys, knusprige Pfannkuchen, Sprossensalate und Süßigkeiten zubereiten. Dal sollte vor Gebrauch gewaschen werden. Dalsuppe, ob dick oder dünn, braucht meist eine lange Kochzeit, bis die Dalbohnen zerfallen und eindicken, um der Dalsuppe ihre sämige Konsistenz zu verleihen. Manche Wenn Dal kocht, bildet sich ein dicker Schaum, der den Weg des Dampfes behindert. Laßen Sie den Deckel einen Spalt offen stehen und schöpfen Sie ab und zu den Schaum mit einem Löffel ab, damit der Dal nicht hochsteigt und überkocht. Auch ein Eßlöffel Butter verhindert die Schaumbildung.
 
Die Chaunce, in Ghee geröstete Gewürze, die in den letzten Minuten des Kochens hinzugegeben wird, ist das Element, das dem Dal ßeine Raße verleiht. Erhitzen Sie eine kleine Menge Ghee in einem kleinen Topf und geben Sie die Gewürze hinzu. Wenn Sie braun sind, schütten Sie sie in den kochenden Dal. Aufgepaßt, Seien Sie bereit den Topf sofort zu verschließen, denn der Kontakt des heißen Ghee mit dem Dal wir eine kleinere Explosion verursachen.
:Erfasser : TAMKAT
:Datum : 19.10.2004

Quelle

Diana Droßel
Adiraja Dasa
Wedische Kochkunst
Die erlesensten Gerichte
der vegetarischen Küche
Indiens 1987

Vorheriges Rezept (996) Zurück zum Inhaltsverzeichnis Nächstes Rezept (998)