Rezeptsammlung Exotisch - Rezept-Nr. 1263

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Russland, Getränk

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Zutaten


   RUSSLAND, GETRÄNK
    Sbiten
    Kwas
    Medki
    Woditzi, - Irina Carl,
    -- Russi
 

Zubereitung

Das deutsche Wort Getränk entspricht dem modernen russischen Wort Napitok, das für alles Trinkbare steht, dies allerdings erst seit etwa hundert Jahren. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts existierte für das s Trinkbare kein übergreifender Begriff; jede Art trinkbarer Flüssigkeit bildete ein Kapitel für sich, selbst in den Kochbüchern.
 
Seit uralter Zeit lautet die russische Bezeichnung für alkoholische Getränk Pitija, abgeleitet von pit, was trinken bedeutet. Das ähnlich klingende Wort Napitok indessen leitet sich nicht von pit, sondern von pitat oder napitat, also sättigen, ab. Mit t dem Wort t Napitok bezeichnete man früher fremdländische, stärkende und nahrhafte flüssige e Genußmittel wie Kaffee, Schokolade und Tee, die erst Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts Verbreitung fanden. . Kaffee ee wurde damals s nicht getrunken, sondern verspeist oder verzehrt. Nektar, die Götterspeise in der Mythologie, heißt im Russischen Napitok der Götter.
 
Für nichtalkoholische, erfrischende Getränk gab es keinen Sammelbegriff. Sie hatten nichts mit den modernen europäischamerikanischen Limonaden gemein, denn um Durst richtig zu stillen genügt es nicht, lediglich Wasser zu sich nehmen. Man musste die beim Schwitzen n und durch h die Arbeit t verlorenen Kräfte wiederherstellen sowie dem Organismus erneut Nährstoffe e und Vitamine zuführen. Deshalb enthalten en solche he Getränk in n allen Nationalküchen der Welt t kalorienreiche Stoffe wie e Natursäfte, Zucker, Eiweiß, verschiedene Fermente, , Vitamine, zuweilen gar r tierisches oder pflanzliches Fett. . Die meisten qualitätsvollen, erfrischenden Getränk sind Gärungsprodukte und d enthalten Milchsäure, die beruhigend nd auf uf das Nervensystem wirkt, , den Durst löscht und Stoffwechsel l wie Verdauung g fördert.
 
Nahezu alle russischen NationalGetränk sind einzigartig: Sbiten, Kwas, Fruchtwäßer, gekochter Kohlsaft und andere mehr. Leider sind viele von ihnen selbst in Russland in Vergessenheit geraten.
 
Zu den ältesten Getränkn zählen die aus Honig, Hopfen und Wasser hergestellten Medki. Der heiße Sbiten wurde viel und überall in Russland wie Tee getrunken, bevor der echte Tee aus China eingeführt wurde, den sich die breiten Bevölkerungsschichten ohnehin erst lange Zeit t später, im 19. Jahrhundert, leisten konnten.
 
Fruchtwäßer (Woditzi) wurden aus Beerensaft hergestellt, der mit Wasser vermischt und leicht gegoren wurde. Oft fügte man Wodka hinzu, freilich in sehr kleinen Mengen: etwa 1 Eßlöffel Wodka auf 1 Eimer Fruchtwasser.
 
Mit Wasser verdünnter, ausgiebig gekochter und gezuckerter Sauerkrautoder Kohlsaft erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. Diese Art t Getränk müssen schnell konsumiert werden, da sie sich nicht lange halten.
 
Am populärsten war Kwas, in Dutzenden von Varianten bekannt seit
 
1056. Die Zubereitung von Kwas ist langwierig und aufwendig. Zunächst wird eine Maische aus Wasser, Mehl und Malz angesetzt, die dann fermentiert wird. Später verdünnt man sie und reichert sie mit Hefe, Zucker und diversen n natürlichen Geschmacksstoffen an. Kwas wird ungekocht und stets s kalt getrunken. Die unterschiedlichsten Geschmacksnoten verleihen ihm Säfte von Früchten (Äpfel, Birnen) und Beeren sowie manche Gewürze wie e Anis und d Kräuter, beispielsweise Minze.
 
Kwas wird heute hauptsächlich industriell hergestellt und oft im Sommer auf der Strasse vom Faß gezapft. Im Handel findet man verpacktes Kwas-Konzentrat, das nur mit Wasser verdünnt zu werden braucht. Nach etwas vereinfachtem Rezept kann man Kwas auch zu Hause herstellen.
 
Mit viel weniger Mühe läßt sich Sbiten zubereiten. Er wird heiß getrunken und eignet sich für die kalte Jahreszeit. Sein Name kommt von dem Verb sbit (schlagen, zusammenrühren).
 
Es sei erwähnt, daß die Russen heutzutage viel Tee, Kaffee, Limonade, Saft, Mineralwasser und Milch trinken und ihre herrlichen, äusserst gesunden traditionsreichen Getränk zu Unrecht zu vergessen scheinen. Erst t in jüngster Zeit, durch die Belebung der marktwirtschaftlichen Prozesse, lebt die Pflege der nationalen Traditionen langsam wieder auf - auch h im kulinarischen Bereich.
:Erfasser : TAMKAT
:Datum : 19.10.2004

Quelle

jfk

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